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VVOWL wird 20 Jahre alt

24.09.2015

Familie im Zug

Neuwahlen und einen Anlass zum Feiern gab es auf der letzten Zweckverbandsversammung des VerkehrsVerbundes OstWestfalenLippe (VVOWL): Der VVOWL ist 20 Jahre alt. Zuvor wurde im öffentlichen Sitzungsteil der neue Verbandsvorsteher gewählt: Frank Scheffer, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt des Kreises Gütersloh, ist Nachfolger des bisherigen Amtsinhabers Landrat Christian Manz. Stellvertreter ist Kreisdirektor Ralf Heemeier (Kreis Herford).

Christian Manz, der seit 2009 Verbandsvorsteher war, dankte den Anwesenden für die erfolgreiche und konstruktive Zusammenarbeit. Frank Scheffer wünschte er viel Erfolg für die zukünftige Arbeit.

Regionalisierung war Startschuss
Startschuss für die Gründung des VVOWL war die bundesweite Bahnreform 1994 und die damit einhergehende die Regionalisierung des Nahverkehrs. In NRW sind seitdem die Kreise und kreisfreien Städte verantwortlich für die Organisation des Öffentlichen Personennahverkehrs. Für den Nahverkehr auf der Schiene wurden Zweckverbände gegründet. Der VVOWL als einer von ihnen war seit dem 5. September 1995 im Gebiet der Stadt Bielefeld sowie der Kreise Herford, Lippe, Minden-Lübbecke und Gütersloh zuständig.

Geschäftsführer Ludger Siemer startete zunächst als „Ein-Mann-Betrieb“, mittlerweile sind beim VVOWL 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Zentrales Thema der ersten Stunde war der Wettbewerb. „Als einer der ersten Aufgabenträger bundesweit haben wir Verkehrsleistungen im Nahverkehr ausgeschrieben“, sagt Ludger Siemer. Inzwischen werden sämtliche Verkehrsleistungen im Wettbewerbsverfahren vergeben. Im Jahr 2000 nahm mit der Eurobahn das erste neue Unternehmen neben der DB in der Region den Betrieb auf, 2003 kamen die NordWestBahn und 2007 die WestfalenBahn hinzu.

Wachsende Fahrgastzahlen
Auch sonst hat sich seit der Gründung des VVOWL viel bewegt im regionalen SPNV. Seit 1996 wurde und wird das Fahrplanangebot im Verbundraum kontinuierlich ausgeweitet. „Ein wichtiger Schritt war die Umsetzung des Integralen Taktfahrplans in NRW“, meint Geschäftsführer Siemer. Leicht zu merkende Stundentakte, eine bessere Verknüpfung der Zugverkehre sowie erheblich mehr Fahrtenangebote führen seitdem zu mehr als einer Verdopplung der Fahrgastzahlen: 65.000 Menschen sind inzwischen täglich im Verbundgebiet mit dem Nahverkehrszug unterwegs, 1996 waren es noch rund 31.000.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung und Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen. Gemeinsam mit Der DB AG und den Kommunen wurden in den letzten Jahren drei Schienenstrecken komplett modernisiert sowie zahlreiche Bahnstationen in OWL barrierefrei umgebaut. Jüngstes Beispiel: Die Streckenmodernisierung der Senne-Bahn fand in diesem Jahr ihren Abschluss. Ein weiteres Beispiel ist das Expo-Projekt „Haller Willem“: „Es ist noch heute ein Vorzeigeprojekt für eine gelungene und nachhaltige Verzahnung von Siedlung und Verkehr“, meint der Vorsitzende der VVOWL-Verbandsversammlung Kurt Kalkreuter. Mit der Errichtung von sieben neuen Haltepunkten wie Bielefeld-Senne, Lemgo-Lüttfeld oder Hiddenhausen-Schweicheln reagierte der VVOWL auch an anderen Stellen auf die Siedlungsentwicklung in der Region. Mit Erfolg: Die Stationen wurden schon nach kurzer Zeit sehr gut genutzt.

Busplanung im Kreis Gütersloh
Seit 1998 ist der VVOWL per Geschäftsbesorgungsvertrag für die Busplanung im Kreis Gütersloh zuständig. Die Optimierung der Busverkehre und ihre Verknüpfung mit der Schiene, neue Angebote wie Schnellbusse und die Ausschreibung von Verkehrsleistungen haben zu einem deutlich verbesserten Busangebot für die Menschen im Kreisgebiet geführt. Verantwortlich sei dafür vor allem die enge Partnerschaft von VVOWL und Verwaltung, meint Geschäftsführer Siemer und betont: „Das gilt für die gesamte Arbeit des VVOWL: Nur dank der konstruktiven Zusammenarbeit mit den Kommunen und unseren anderen Partnern haben wir viele Projekte erfolgreich umsetzen können.“ Wichtiger Impulsgeber sei dabei auch immer der Fahrgastbeirat.

Gemeinsame Arbeit für Westfalen
Eine Veränderung brachte 2008 das neue ÖPNV-Gesetz NRW. Der VVOWL ist seitdem als einer von fünf Zweckverbänden in Westfalen-Lippe Mitglied im neu gegründeten Dachverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und ist heute die federführende Stelle für die westfalenweite Vergabe und Ausschreibungen von Verkehrsleistungen. Weitere NWL-weite Aufgaben sind Marktforschung und Erhebungen. In Bielefeld ist seit 2008 außerdem das neue „Kompetenzcenter Integraler Taktfahrplan NRW“ (KC ITF NRW) angesiedelt.

Eines der wichtigsten Projekte des NWL ist und bleibt für die nächsten Jahre der Rhein-Ruhr-Express. Damit der „RRX6“ zukünftig an allen Bahnhöfen zwischen Minden und Hamm halten kann, werden nicht nur neue Fahrzeuge angeschafft, sondern müssen auch noch zahlreiche Stationen umgebaut werden. Auch hier setzt sich der VerkehrsVerbund OWL in der Region für eine passgenaue Modernisierung ein.

Begeben Sie sich hier auf eine kleine Zeitreise mit dem VVOWL.

ANSCHRIFT

VerkehrsVerbund OstWestfalenLippe

Jahnplatz 5
33602 Bielefeld

KONTAKT

Tel: 05 21 / 32 94 33 0
Fax: 05 21 / 32 94 33 16

 

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