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Mobilitätsachse Harsewinkel – Gütersloh – Verl

13.09.2019

Die langjährigen gemeinsamen Bestrebungen des Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und des Infrastruktureigentümers Teutoburger Wald Eisenbahn (TWE) zur Reaktivierung der Schienenstrecke Harsewinkel – Gütersloh – Verl für den Personenverkehr können nun intensiviert werden: Das Projekt wurde in den ÖPNV-Bedarfsplan sowie den Infrastrukturfinanzierungsplan des Landes NRW aufgenommen. Diese Entscheidung stand zuletzt noch als Bedingung aus, um in die nächste Phase der Planungen zu gehen. Vor allem sollen nun auch die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Gütersloh aktiv darin einbezogen werden.

Der NWL möchte mit den Beteiligten in der Region entlang des Streckenbandes Harsewinkel – Gütersloh – Verl eine moderne und vernetzte Mobilitätsachse entwickeln, die den Anforderungen der zukünftigen Mobilität Rechnung trägt.

Den Kern der Mobilitätsachse wird die Schienenstrecke zwischen Harsewinkel, Gütersloh und Verl bilden, die für den Personenverkehr ertüchtigt werden soll. In nur 17 Minuten ist Gütersloh dann von Verl und Harsewinkel aus zu erreichen – also mindestens genauso schnell wie mit dem PKW, aber ohne die Gefahr von Staus. Durch 8 neue Stationen bzw. Haltepunkte wird mehr als 45.000 Einwohnern und 26.000 Arbeitsplätzen im unmittelbaren fußläufigen Einzugsbereich der Schienenstrecke (1 km Radius) der Anschluss an das Schienennetz geboten. Die Straßen und Parkplatzsituation kann damit erheblich entschärft werden. Geprüft wird der Einsatz von emissionsarmen Akku- oder Wasserstoff-Triebwagen, die die Strecke zukünftig mindestens von 6 bis 22 Uhr im Stundentakt bedienen werden.

Das Erschließungspotential kann unter Berücksichtigung von Radverkehr, PKW oder Zubringerbussen noch weitaus höher angesetzt werden. Das Projekt findet in enger Abstimmung mit den Verkehrsplanern der Städte sowie deren BürgerInnen statt. So wird auch auf die Verknüpfung zu anderen Verkehrsmitteln ein besonderes Augenmerk gelegt werden: Ob per Bus, Fahrrad, PKW, Taxi oder AnrufSammelTaxi, per Car- oder Bikesharing – zahlreiche Verkehrsmittel sollen an mehreren Verknüpfungspunkten Jedem die Möglichkeit bieten, seine persönlichen Mobilitätsansprüche umzusetzen. Weiterhin werden auch Projekte aus der Regionale 2022 mit in die Betrachtung einbezogen, um dem Angebot in der Region weitere Attraktivität zu verleihen.

Damit auf der 25,7 km langen Strecke eine Geschwindigkeit von 80 km/h gefahren werden kann, müssen die Bahnübergänge mit Schrankenanlagen ausgestattet werden. Dadurch wird zukünftig auch der Lärm erheblich reduziert, weil das Pfeifen der Züge entfällt. Von den derzeit vorhandenen 78 Bahnübergängen müssen 21 geschlossen werden. Hierbei handelt es sich zum Großteil um private Wege und Feldzufahrten, denen andere nahegelegene Bahnübergänge Ersatz bieten. So befindet sich im Durchschnitt alle 350 Meter ein Bahnübergang. Die hiervon betroffenen Anwohner und Grundstückseigentümer sind zu einem gemeinsamen Austausch eingeladen.

Neben den Gesprächen mit den von Schließungen betroffenen Anwohnern, hat der NWL für das Projekt eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorgesehen. So sollen ab Oktober diesen Jahres Bürger und Interessierte in Form von Informations- und Beteiligungsveranstaltungen aktiv eingebunden werden.

Die Städte Gütersloh, Harsewinkel und Verl sehen dem Projekt gespannt entgegen und sind in die Abstimmungsprozesse eingebunden. Im Zusammenspiel mit Maßnahmen im Umfeld der Bahnstationen erwartet den Kreis Gütersloh ein Mobilitätskonzept, dass ein Zugewinn der Lebensqualität im Kreis darstellt und einen großen Beitrag zur Verkehrswende leistet.


Anja Stocksieker

 - Angebotsplanung / Projektleitung TWE-Reaktivierung - NWL

Daniel Brinckmann

 - Vertragsmanagement ÖPNV, Qualitätsmanagement SPNV / Projektleitung TWE-Reaktivierung – VVOWL

ANSCHRIFT

VerkehrsVerbund OstWestfalenLippe

Niederwall 49
33602 Bielefeld

KONTAKT

Tel: 05 21 / 32 94 33 0
Fax: 05 21 / 32 94 33 16

 

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